Das Internetmanifest als Reaktion auf Hamburger Erklärung

In den google-News sah ich gerade, dass einige der bekannten Blogger Deutschlands ein Manifest erstellt haben, in dem 17 Behauptungen aufgestellt wurden, wie Journalismus heute funktioniert funktionieren sollte.

Das Manifest ist unter anderem eine Reaktion auf die „Hamburger Erklärung zum Schutz des geistigen Eigentums“. In der besagten Erklärung, die am 23.Juli erschienen ist, hat der Europäische Verlegerrat (European Publishers Council, EPC) sich gegen einen freien Zugang im Sinne eines kostenlosen Zugangs zu sämtlichen Inhalten des Webs ausgesprochen. Als Begründung gab der aus 23 Mitgliedern bestehnde Rat an, dass er geistiges Eigentum auch im Internet besser schützen wolle. 

Der Verlag greift damit insbesondere die Suchmaschine google an, die in der Kategorie „news“ die neuesten Artikel aus vielen deutschen Online-Redaktionen zusammenfasst und übersichtlich wiedergibt. Der Verlegerrat spricht sich gegen das „Verschenken“ ihrer Inhalte aus, möchte aber weiterhin freien Zugang gewährleisten.

Dass Redaktionen ihre Artikel verschenken, wenn sie bei google zu sehen ist, halte ich für zu gewagt formuliert, allerdings verliert sich durch das Monopol google der wirtschaftlich wichtige Konkurrenzkampf zwischen den kommerziellen Redaktionen, die täglich harte Arbeit in die Recherche stecken, um qualitativ hochwertige Artikel zu produzieren.

Jedenfalls kam gestern nun die Reaktion von vielen bekannten Bloggern in Form eines Manifestes. Vorgestellt wurden 17 Behauptungen, die sich klar gegen die Hamburger Erklärung aussprachen und für einen vollkommen freien und kostenlosen Zugang zu Inhalten im Internet. „Die Medien müssen ihre Arbeitsweise der technologischen Realität anpassen“ hieß es unter anderem in diesen Behauptungen.

Der Tenor der ganzen Sache sind zwei Seiten, die entstanden sind. Die einen wollen einen gesunden Konkurrenzkampf, die anderen wollen bedingungslos freien Zugang zu allen Inhalten. Verständlich sind auf ihre Art beide Positionen, jedoch scheint sich niemand zu bemühen einen Kompromiss zu finden.

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